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Optimierte Psychotherapie bei Angststörungen

Herzlich Willkommen auf der Website von PROTECT-AD, dem BMBF-Forschungsverbund für Angststörungen.

15% aller Bundesbürger leiden unter einer Angsterkrankung. Angsterkrankungen - wie die Panikstörung, Agoraphobie (Platzangst), Phobien oder die sogenannte Generalisierte Angststörung - gehören aufgrund ihres frühen Beginns und chronischen Verlaufs zu den teuersten und belastendsten Erkrankungen im Gesundheitswesen (1,2). Sie werden typischerweise gar nicht bzw. erst nach vielen Jahren vom Gesundheitssystem erkannt. Aber selbst wenn die Erkrankung richtig diagnostiziert wird, erhält die überwiegende Zahl betroffener Patienten keine geeignete Therapie.
Die Folgen sind gravierend: Die Patienten leiden oft jahrzehntelang. Sie entwickeln zusätzliche Erkrankungen wie eine klinische Depression oder Suchterkrankungen. Zudem wird die persönliche, zwischenmenschliche und berufliche Entwicklung schwerstens gestört und viele Patienten treiben in die Isolation und Berufsunfähigkeit.
Das Forschungsprogramm PROTECT-AD, gefördert von der Bundesregierung, will diese Mangelsituationen grundsätzlich ändern. Wir wollen auf verschiedenen Wegen die wirksamste und wissenschaftlich am besten bewährte Therapieform, die "kognitive Verhaltenstherapie (KVT)" weiter verbessern und so verändern, dass sie für alle Betroffenen zugänglich und langfristig wirksam wird. Der Forschungsverbund PROTECT-AD wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Summe von 5,3 Mio. über 4 Jahre gefördert.

Wissenschaftlicher Ansatz

Nur wenn wir die Gründe für die derzeit schlechte Versorgung und die Wirkmechanismen einer erfolgreichen Angsttherapie verstehen, können wir die Versorgungssituation verbessern. Deshalb werden im PROTECT-AD Verbund, viele wissenschaftliche Fragen vertieft bearbeitet.
Kern des Forschungsverbundes sind zwei klinische Studien, die sich mit dem sogenannten "Extinktionslernen" bei Kindern und Erwachsenen befassen. Extinktionslernen - die Veränderung angstfördernder neuronaler und kognitiver Strukturen - gilt als zentraler Wirkmechanismus in der Angsttherapie. In PROTECT-AD werden psychophysiologische, bildgebende und genetische Verfahren eingesetzt, die uns helfen, besser zu verstehen, wie sich unser Denken, Fühlen und Handeln sowie biologischen Vorgänge in unserem Körper während der Therapie verändern.
Zudem entwickeln wir gemeinsam mit Praktikern neue Versorgungskonzepte, um den Betroffenen flächendeckend die bestmöglichen Therapieverfahren anbieten zu können.

Kooperationspartner im Forschungsverbund

In PROTECT-AD haben sich die sieben am besten in der psychotherapeutischen Behandlung von Angsterkrankungen spezialisierten universitären Zentren zusammengeschlossen: Die Technischen Universität Dresden, die Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, die Ruhr-Universität Bochum, die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, die Philipps-Universität Marburg, die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Charité Berlin. Besuchen Sie die Webseiten der Zentren in Ihrer Nähe, um weitere Informationen zu erhalten!

Der Forschungsverbund wird von Prof. Dr. Hans-Ulrich Wittchen, Leiter des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Dresden und Direktor der angeschlossenen Institutsambulanz und Tagesklinik für Psychotherapie der TU Dresden geleitet.